„Halskrebs,
ohne baldige Operation keine
Überlebenschance“
lautet 1986 die Diagnose für
die 9jährige Adzo und
den 8jährigen Messan
aus Togo. Da der lebensrettende
Eingriff in dem afrikanischen
Land nicht möglich war,
wurde eine Rettungsaktion
gestartet.
In Lomé, der Hauptstadt
Togos, organisierte unser
dort als Arzt und evang. Pfarrer
tätiges Mitglied Dr.
David Schweitzer
Anfang März 1987 den
kostenlosen Transport nach
Wien durch AEROFLOT. Die Operation
führte unser Mitglied
Univ. Prof. Dr. Klaus
Ehrenberger, Vorstand
der 1. HNO-Klinik am Wiener
AKH durch.
Mindestens ein halbes Jahr,
hieß es, müssten
die Kinder zwecks weiterer
Operationen und entsprechender
Nachbehandlung in Österreich
bleiben – Pflegeeltern
mussten also gefunden werden.
Unsere Mitglieder Eva
und Helmut Riedel
nahmen Adzo und Messan bei
sich im Jugendhaus des SOS-Kinderdorfes
Hinterbrühl auf, wir
kümmerten uns um Formalitäten,
Geldmittel für Kleidung,
Verpflegung usw.
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Auch
tausenden anderen
Kindern in der "Dritten
Welt" konnte
durch gezielte Hilfsmassnahmen
das Leben gerettet
werden |
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Die medizinische
Zwischenversorgung (Wechsel
+ Sterilisation der Katheder,
etc.) übernahm unser
Mitglied Prof. Dr.
Helmut Lothaller,
Vorstand der Kinderabteilung
am Mödlinger Krankenhaus.
Adzo besuchte die Volksschule
Hinterbrühl und konnte
im Frühjahr 1988 das
erste Zeugnis ihres Lebens
in Empfang nehmen. Messans
Lieblingswort war „Hunger!“.
Nachdem die AEROFLOT auf unsere
Bitte hin auch den Rückflug
spendierte, konnten die Kinder
im Frühjahr 1988 geheilt
in ihre Heimat zurückkehren.
In Lomé fanden sie
Aufnahme in einem SOS-Kinderdorf,
um die medizinische Nachbehandlung
kümmerte sich Dr. Schweitzer.
"Wer
durch ärztliche Hilfe
aus schwerer Krankheit gerettet
wurde, muss mithelfen, dass
die, die sonst keinen Arzt
hätten einen Helfer bekommen,
wie er einen hatte."
Albert Schweitzer |